Es gibt zahlreiche Dinge, die Verände­rungen in KMU erschweren oder gar verhindern – wahre „Change-Killer“. Wir zeigen Ihnen die drei häufigsten Veränderungs-Killer – und wie Sie diese wirksam eliminieren. So können Sie die erfolgreiche Zukunft Ihres Unternehmens sichern und gestalten!

Nach über 20 Jahren im Change-Manage­ment sind uns drei Verhaltens­weisen in Unternehmen immer wieder begegnet. Diese Verhaltens­weisen erleben wir gänzlich unabhängig von der Branche oder der Unternehmens­grösse:

1. Neues ist Unbekanntes, das man eben nicht so mag

Auf zu neuen Ufern, obwohl es eigentlich (noch) immer ganz gut läuft? Neues bringt bekannt­lich immer auch Unbe­kanntes mit sich. Wer mag das schon? Deshalb ist die Mehrheit der Menschen, Ihre Mitarbei­tenden und wohl auch Sie, nicht so offen für Neues, wie man sich es gerne einbildet.

Man bildet sich ein, veränderungs­fähig zu sein und überschätzt dies erheblich!“

Lösung: Die Veränderungen müssen zuerst in der Führung selbst beginnen. Meine Erfahrung zeigt, dass jedes zweite Unternehmen noch immer ein traditionelles Führungs­verständnis hat, eine hierarchische, von oben diktierte Struktur. Aber immer mehr Unternehmen packen die Themen an und arbeiten an ihrer Vision, Mission, an ihren Werten und Führungs­grundsätzen.

2. Ihre Komfortzone – die verlockende Falle

Sie kennen das: Lieber erstmal (nur) nachdenken – handeln können wir dann später noch immer. Uns geht es, über alles gesehen, gut bis sehr gut. Sie und Ihre Mitarbei­tenden haben es sich in Ihrem Unternehmen gemütlich einge­richtet. Warum auch nicht, denken die meisten.

Wer mag schon ohne Zwang seine Komfort­zone verlassen? Unserer Erfahrung nach ist dies nur eine klare Minder­heit der Menschen. Und dann wissen ja auch alle, dass der Anfang ohnehin unan­genehm und beschwer­lich wird.

Lösung: Gerade weil Sie ein beschwer­licher Anfang befürchten, fokussieren Sie ein, zwei wichtige Massnahmen, die Sie zum Verlassen der Komfort­zone zwingen! Verpflichten Sie sich beispiels­weise gegenüber Ihrem Verwaltungs­rat oder Ihren Geschäfts­leitungs­kollegen noch heute zu ein, zwei wichtigen Massnahmen, die schon längst angepackt hätten werden müssen. Verpflichten Sie sich, indem Sie diese Massnahmen bewusst schriftlich festhalten. Damit erhalten Sie sukzessive eine echte Gewinner­mentalität!

3. Das „Warum“, ohne das nichts geht

Strategische Verände­rungen betreffen immer alle Mitarbei­tenden und meistens auch noch weitere wichtige Anspruchs­gruppen. Aber wie oft sehen Sie selbst, dass die Wichtig­keit und die Dringlich­keit der Veränderung gar nicht so klar sind. Dabei ist genau dies das Entscheidende.

„Die Frage nach dem Warum – das Motiv – ist der Motor für Veränderungs­prozesse.“

Lösung: Darum beginnt jeder Change-Prozess in Unternehmen damit, das Bewusst­sein für die Wichtig­keit und Dringlich­keit der Veränderung zu vermitteln. Argumentieren Sie auf der Kopf- wie auch der Gefühlsebene! Appellieren Sie an den Verstand und ebenso wie an die Emotionen.

Entwickeln Sie dazu eine inspirierende, anziehende Vision und eine sinn­stiftende, klare Mission für Ihr Unternehmen. Bei unseren Kunden erarbeiten wir dies gemeinsam mit den Mitarbeitenden, die wir gezielt einbinden und zu Beteiligten machen. Hierbei stehen die zwei sehr anspruchs­vollen Fragen im Zentrum: Wohin wollen Sie in den nächsten Jahren mit Ihrem Unternehmen? Und: Warum gibt es Ihr Unternehmen überhaupt, der Zweck Ihres Unternehmens?

Fazit

Veränderungen sind allgegenwärtig – immer und überall, ob wir wollen oder nicht. Nur bilden wir uns ein, dass wir Veränderungen von uns abwenden können. Trotzdem holt sie uns nach einer gewissen Zeit des Verdrängens wieder ein. Und dann oft umso stärker! Darum ist es gar keine Option, nicht mit der Zeit zu gehen.

Veränderungen bereiten Freude, wenn man sie selbst proaktiv gestaltet. Denn sie bringen Fort­schritt und Erfolg. Stecken Sie Ihre Mitarbei­tenden damit an! Und beginnen Sie mit den strategischen Verände­rungen gleich jetzt – denn Sie werden für Ihre Unternehmens­entwicklung vor allem drei Dinge brauchen: fundierte Erfahrung mit Veränderungs­prozessen, ein systematisches Vorgehen und ausreichend Zeit.

Wie erleben Sie die strategische Veränderung in Ihrem Unternehmen? Was funktioniert gut? Welche Change-Killer haben Sie (noch immer)?

Quelle: Artikel auch erschienen auf it-markt.ch

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