Sie erleben es bestimmt auch täglich: Wenn es um Menschen, Business und die Digitalisierung geht, liegen Euphorie, Ablehnung und Frust meist sehr nahe beieinander. Dieses Spannungsfeld lähmt viele Unternehmen erheblich und total unnötig. Dabei geht es letztlich nur darum, einige essenzielle Erfolgsregeln zu beachten.

Erfolgsregel 1: Business erfordert Technologie – und nicht umge­kehrt!

Laufend bekommen wir zu hören, dass man eben dabei ist, in neueste Technologie zu investieren. „Das kann ja nur gut sein“, lässt es einen zwischen den Zeilen heraushören. Bei aller Liebe zu Tools und Apps, unsere Standard­frage ist immer: Was machen Sie damit und bringt es konkret für Ihr Business? Leider viel zu oft folgt dann ein fragender Blick.

„Hören Sie auf, ohne echten Business­zweck in die Digitalisierung zu investieren!“

Erfolgsregel 2: Immer die Mitarbeitenden einbinden

Noch immer stark verbreitet, wenn es um die Digitalisierung geht: Es werden neue Tools für die Mitar­beitenden beschafft. Eben erst gestern erzählte mir Unternehmer Thomas, zunächst noch recht euphorisch, dass sie nun auch auf „Collaboration“ setzen und dazu gleich mal ein tolles Tool beschafft haben. Schliesslich soll die Zusammenarbeit unter den Mitarbei­tenden effizienter und besser werden.

Wurden aber die Menschen, die es später nutzen sollen, bei der Entscheidungs­findung auch wirklich involviert? Man braucht keine wissen­schaft­lichen Studien, um zu wissen, dass wenn man Menschen in Entscheidungs­prozesse aktiv einbindet und echt teilhaben lässt, die Akzeptanz später x‑fach höher sein wird.

„In der Unternehmens­entwicklung, und auch in der Digitalisierung, geht es letztlich nur um Menschen und Geschäfts­modelle.“

Erfolgsregel 3: Nur durch­dachte Geschäfts­modelle gewinnen

Ordnen Sie alles den Menschen und eben Ihrem Geschäftsmodell unter. Denn nur so werden Sie nachhaltig Umsatz, Gewinn und vor allem zufriedene Kunden haben. Durch­dachte Geschäfts­modelle zeigen die Geschäftslogik auf und beantworten die Schlüssel­frage: Warum bezahlt wer für was wie viel – und wie lösen wir das? Dies sind letztlich fünf Elemente, die wie Zahnräder perfekt ineinander­greifen müssen:

  • Problemstellungen und Bedürfnisse (warum bezahlt wird)
  • Zielkunden (wer bezahlt)
  • Kundennutzen und Leistungs­angebot (für was bezahlt wird)
  • Ertragsmodell (wie viel wie bezahlt wird)
  • Herstellung bzw. Leistungs­erbringung (wie es gelöst wird)

Gehen Sie systematisch und flexibel zugleich vor. Planen Sie umsichtig und durchdacht. Und setzen Sie vor allem konsequent um, denn Sie wissen ja: Machen ist wie Wollen – nur besser, viel besser!

4 Kommentare

  1. Viele Mitmenschen haben Angst vor der Digitalisierung. Sie denken das Arbeitsplätze verloren gehen. Ich bin aber der Meinung, dass die Digitalisierung neue Möglichkeiten mit sich bringt. Sprich neue Arbeitsplätze. Wie kommunizieren Sie diese Thematik Ihren Mitmenschen / Kunden?

    1. Guten Tag Herr Lukac

      Vielen Dank für Ihre Rückmeldung und die Frage.

      Ja, ganz klar. Die Medien (nicht alle, aber viele) beackern das Thema auch gerne und oft. Das schürt auch Ängste. In Wahrheit aber wird die Schweiz gestärkt aus der Digitalisierung hervorgehen. Die Business-Chancen sind grösser denn je!

      Wir kommunizieren das den Unternehmern und Geschäftsführern mit unseren vielfältigen Keynote-Vorträgen wie beispielsweise diesem: https://ledergerber-partner.ch/2017/11/10/wandel-business-chancen

      In unseren Projekten und Mandaten arbeiten wir in den Unternehmen mit den Führungskräften und Mitarbeitenden systematisch auch am zentralen Thema „Gegenwärtiger Wandel – eigene Veränderungsfähigkeit – tatsächliche Umsetzung“. Nur so können Unternehmen weiterhin erfolgreichen sind, denn: „Wer jetzt nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ – wie hier zusammengefasst: https://ledergerber-partner.ch/2017/08/28/agilitaet-veraenderungsfaehigkeit

      Wie erleben Sie das in Ihrem Unternehmen und bei Ihren Kunden? Ich freue mich auf Ihr Mail: ledergerber@ledergerber-partner.ch.

      Beste Grüsse
      Raphael Ledergerber

      1. Guten Tag Herr Ledergerber

        Besten Dank für die ausführliche Antwort.

        Ich bin auch der Meinung dass jeder Fortschritt die Wirtschaft ankurbeln wird. Es werden neue Arbeitsplätze geschaffen und somit auch die Thematik der Arbeitsplatzverdrängung entgegengewirkt.

        Wir kommunizieren natürlich den Kunden, dass mit der Digitalisierung die Prozesse und natürlich die Marge verbessert werden kann.

        Wenn man aber ein Unternehmen verändern will, muss man sich bewusst sein, dass das Management auch für die Veränderung bereit sein muss. Viele Unternehmen verpassen den Schritt für die Veränderung, weil das Management noch nicht bereit ist.

  2. Guten Tag Herr Lukac

    Danke für Ihren Kommentar.
    Ich wünsche Ihnen ein gutes und erfolgreiches neues Jahr!

    Selbstverständlich müssen für nachhaltige Veränderungen zuerst die Führungskräfte dafür auch tatsächlich bereit sein. Hier beginnt alles bei und mit der Führung. Das Brandgefährliche dabei ist, dass 9 von 10 Führungskräfte ihr Unternehmen als tatsächlich veränderungsfähig betrachten – und damit viel zu optimistisch bzw. unrealistisch sind. Man bildet sich ein, selber agil und wandlungsfähig zu sein und überschätzt sich dabei erheblich.

    Schon mal viel geschafft ist, wenn die Veränderung systematisch und beharrlich angetrieben wird. Es muss nur angepackt werden!

    Beste Grüsse
    Raphael Ledergerber

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