Führung und die Macht der inneren Bilder und Worte

Wir meinen, die Realität objektiv zu sehen. Das ist falsch! Alles ist rein subjektiv. Vorstellungs­kraft ist die Superkraft. Wir zeigen Ihnen aus unserer Coaching­praxis, warum das so ist und wie Sie sich das in Ihrer Führungs­arbeit gezielt zunutze machen können.

Für viele Führungs­kräfte scheint noch immer nur real zu sein, was wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen können. Was sie nicht sehen, hören, tasten, riechen oder schmecken können, gibt es für sie nicht. So gilt noch immer die Ratio als Schlüssel zur Wahrheit. Alles wird dem vermeintlich logischen Verstand erklärt und geklärt.

Was als objektiv angeschaut wird, gilt als richtig. Aber ist denn unsere vermeintlich objektive Wahr­nehmung wirklich objektiv? Kann sie das sein? Kann der Mensch überhaupt objektiv wahrnehmen oder ist nicht alles, was wir wahrnehmen, subjektiv?

Realität ist Einbildung – Einbildung schafft Realität

Fakt ist, dass alles, was wir wahrnehmen, vom eigenen Gehirn interpre­tiert wird. Alles nehmen wir über unser Gehirn wahr. Somit ist alles scheinbar Objektive letztlich individuell interpre­tiert und somit eben rein subjektiv. Genau das gleiche gilt für unsere Imagination, unsere Vorstellungs­kraft. Das physisch Wahrgenommene ist gleich wie das im Kopf Vorgestellte unsere eigene, wahrgenommene Realität.

Alles ist von uns selbst gespiegelt, rein subjektiv. Das Äussere wird aus unserem Inneren erschaffen, weil wir es so sehen, wie wir es sehen. Genial dabei ist, dass dies alles unsere eigene Realität ist, die wir gestalten können. Und genau das ist in der Führung von Mitarbei­tenden, Organisa­tionen und von sich selbst so mächtig.

Einerseits macht es die Führungs­arbeit so anspruchsvoll. Weil jeder seine eigene Wahrnehmung der Dinge hat. Anderer­seits können wir uns die Imagination zunutze machen, Dinge zu erreichen, die wir zuvor für fast nicht möglich gehalten haben. Wir erweitern die Realität und setzen dies gezielt ein, um mehr zu erreichen als vorher denkbar war.

Die Macht der inneren Bilder, Worte, Wahrnehmung

Das, was wir als Realität ansehen, ist rein unsere eigene Realität, von unserem Gehirn übersetzt. Schön zeigt sich das auch am Beispiel der optischen Täuschung: Das Gehirn kann uns enorm täuschen, Neues möglich machen, Unvorstell­bares erzeugen. Nichts ist so, wie es scheint.

Innere Bilder erzeugen Wahrnehmung und damit Realitäten. Worte und Bilder in einem drin sind die Übersetzung unseres Gehirns. „Imagination ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt“, wie Albert Einstein schon wusste. Genau dies geriet lange Zeit zu sehr in Vergessen­heit. Ohne Imagination würden wir nichts Neues schaffen, sondern permanent die Vergangen­heit wiederholen.

Die Sprache hat einen immensen Einfluss auf unser Denken. Wörter beein­flussen stark, wie wir die Welt sehen. Worte schaffen Realitäten. Wir reden und denken in Metaphern. Denn Metaphern sind aus körperlichen Erfahrungen entstanden. So ist Zuneigung Wärme und Nähe. Weil wir es so gelernt haben. Während der eine warm­herzig ist, zeigt der andere die kalte Schulter, ist eben distanziert. Man kann sich für etwas oder jemanden erwärmen oder eben die zwischen­menschlichen Beziehungen erkalten.

Imagination – die Superkraft

„Stelle dir vor, du reist in deinem Inneren dorthin, wo du Freude und echte Erfüllung siehst und fühlst. Du lässt dich einfach leiten, wohin es dich zieht, was dich anzieht. Was nimmst du wahr? Was siehst du? Was fühlst du?“

In unseren Führungs­coachings sehen wir nach diesen Fragen immer wieder in verblüffte Gesichter. Die Reaktionen oft voller Erstaunen, schlicht irritiert, verwirrt. Dann oft: „Wie kann das sein? Ich sehe etwas! Wahrschein­lich fantasiere ich nur. Aber ich sehe etwas. Ich weiss jetzt nicht genau, ob ich mir das nur einbilde.“

Die Vorstellungs­kraft erstreckt sich zeitlich von der Vergangen­heit über die Gegenwart bis in die Zukunft. Imagination hat enorme Kraft. Vermeintliche Grenzen des Machbaren lösen sich faktisch auf. Alles hinterfragt: Wer sagt denn, dass das nicht gehen soll? Wer sagt denn, dass es nicht auch anders geht? Warum soll nicht auch viel mehr möglich sein?

„Fast alles ist möglich, wenn man nur wirklich will – und es anpackt!“

Was wollen Sie alles erreichen? Was sind Ihre Herausforde­rungen? Was wollen Sie als Nächstes erreichen?

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Quelle: Artikel auch erschienen auf it-markt.ch, Bild: jigsawstocker/freepik

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