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Teamprobleme: die 5 Gründe, warum Teams und die Führung scheitern

Members of human resource team whispering about the candidate during a job interview in the office.

Teamarbeit ist erfolgs­kritisch. Umso gefährlicher ist es, dass in fast allen Organisa­tionen die Team­arbeit ein Problem ist. Ich zeige Ihnen aus meiner Coaching-Praxis, warum Teams scheitern und wie Sie dies verhindern können.

So unterschiedlich die Persönlich­keiten im Team, so unterschied­lich deren Bedürfnisse

Wo Menschen und Persönlich­keiten aufeinander­treffen, treffen auch verschiedene Sicht­weisen aufeinander. Diese können mit dem wirksamen Persönlich­keits­profil persolog® analysiert werden. Das DISG-Profil erfasst die Persönlich­keit in den vier Verhaltens­tendenzen, die wir alle mehr oder weniger in uns tragen:

Während die einen gleich loslegen wollen (Dominante), wollen sich andere zuerst besprechen (Initiative); wiederum andere sich eindenken (Stetige) oder erst einmal alles auflisten (Gewissenhafte). Was im Team einfach sein sollte, erweist sich immer wieder als schwierig. Es bilden sich sogenannte Dysfunktionen im Miteinander – das Team funktioniert nicht (mehr) so, wie es sollte.

Die 9 Warnsignale von Teamproblemen

Teamprobleme haben viele Gesichter. Nicht alle sind auf den ersten Blick erkennbar. Die Probleme in der Team­arbeit zeigen sich durch diese 9 Warn­signale:

  1. Zusammenarbeit im Team und team­übergreifend könnte und sollte besser sein
  2. Unklarheiten und Miss­verständnisse kommen immer wieder auf
  3. Produktivität sollte höher sein
  4. Termine können nicht einge­halten werden
  5. Ungeduld und innerer Druck nehmen zu
  6. Schuldzuweisungen immer wieder
  7. Konflikte kommen immer wieder auf und werden teils auch verdeckt ausge­tragen
  8. Mitarbeiter­zufriedenheit sollte höher sein
  9. Innovation ist zu wenig vorhanden

Die 5 Gründe von Team­problemen in der Ursachen-Wirkungs-Kette

Teamarbeit basiert auf 5 Elementen (The Five Dysfunctions of A Team, 2002). Jedes der fünf Elemente ist mit dem anderen wie in einer Kette verbunden und sie verstärken sich im Positiven wie auch im Negativen gegenseitig – eine Ursache-Wirkungs-Kette der Funktion beziehungsweise Dysfunktion von Teams.

1. Vertrauen ist zu wenig vorhanden – fehlende Offenheit

Vertrauen ist alles. Denn ohne Vertrauen geht nichts. Ist das gegenseitige Vertrauen zu wenig vorhanden, verschliesst man sich und ist weniger offen. Fragen Sie sich:

2. Konflikte werden gescheut – künstliche Harmonie

Die fehlende Offenheit durch zu wenig Vertrauen vom voran­gehenden Schritt führt unmittelbar dazu, dass Konflikte gescheut werden. Aber Konflikte gehören zum Leben. Umso mehr ist der Umgang damit entscheidend. Werden Konflikte gescheut, wird künstliche Harmonie erzeugt. Hinter­fragen Sie in Ihrem Team:

3. Engagement ist zu wenig vorhanden – Nachlässig­keit und Unverbindlich­keit

Die künstliche Harmonie führt unmittelbar dazu, dass das gegenseitige Engagement immer weniger wird. Es kommt folglich zu immer mehr Nachlässig­keit und Unverbind­lichkeit. Fragen Sie sich:

4. Verantwortung wird zu wenig übernommen – Silodenken

Nachlässigkeit und Unverbind­lichkeit führen unmittelbar dazu, dass immer weniger Verantwor­tung übernommen wird. Doch ohne gelebte Verantwor­tung funktioniert keine Organisa­tion erfolgreich. Verantwor­tung muss angenommen und übernommen werden, sonst kommt es zu Silodenken. Hinterfragen Sie in Ihrem Team:

5. Ergebnisorientierung ist zu wenig vorhanden – Status und Ego

Das Silodenken führt unmittelbar dazu, dass Mitarbei­tende nicht mehr ergebnis­orientiert denken. Persönliche Ziele werden über die übergeordneten Ziele der Organisation gestellt. Status- und Egodenken greifen um sich. Fragen Sie sich:

So lösen Sie Ihre Teamprobleme systematisch

Beobachten Sie und sprechen Sie offen an, was Sie wahr­nehmen. Fordern Sie Ihre Führungs­kräfte auf, dies ebenso zu tun. Gehen Sie als Vorbild voran. In meinen Coachings zeigt sich immer wieder, wie erstaunlich viel auf dieser Grundlage erreicht werden kann. Denn Führungs­kräfte sind immer Vorbilder. Darüber, was sie tun, machen sich die Mitarbei­tenden ein Bild. Deshalb ist Führungs­entwicklung immer die Basis und der Ausgangs­punkt, um erfolgreich(er) in die Zukunft zu gehen.

Quelle: Artikel auch erschienen auf it-markt.ch, Bild: drazenzigic/pixabay

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