Die derzeitigen Veränderungen in unserer Geschäftswelt sind fundamental und teils rasant schnell. Die Fähigkeit, sich zu verändern, ist zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren geworden. Brandgefährlich: Enorm viele überschätzen die Veränderungsfähigkeit ihres Unternehmens.

Fast 9 von 10 Führungskräften betrach­ten ihr Unternehmen als wirklich veränderungs­fähig, wie eine neue Studie* zeigt. Um festzustellen, dass sehr viele Führungskräfte die Verände­rungs­fähig­keit ihres eigenen Unter­nehmens viel zu optimistisch ein­schätzen, brauchen wir nicht mal eine Studie. Man bildet sich ein, selber agil und wandlungsfähig zu sein und überschätzt sich dabei erheblich.

Schauen Sie nur mal Ihr Team an: Wie begeistert sind Ihre Führungskräfte und deren Mitarbeitenden, wenn es um das Erreichen wirklich anspruchsvoller Ziele geht? Wann haben Sie zum letzten Mal eine kommerziell echt erfolgreiche Innovation auf den Markt gebracht? Haben alle Ihre Führungskräfte eine ausgeprägte Gewinnermentalität, starke Ambitionen und ein ebenso starkes Commit­ment? Haben Sie selbst die Denk- und Handlungs­weise, die den Erfolg und die Zukunft Ihres Unter­nehmens weiterhin sichern wird?

Veränderungsfähigkeit muss vielerorts erst noch aufgebaut werden

Die Veränderungen müssen zuerst in der Führung selbst beginnen. Die Studie zeigt, dass jedes zweite Unter­nehmen noch immer ein traditionelles Führungsverständnis hat, eine hierar­chische, von oben diktierte Befehls­struktur. Doch sehen wir in unserer täglichen Praxis bereits grossen Aufbruch: Immer mehr Unternehmen packen die Kernthemen ent­schlossen an: Vision, Mission, Werte und Führungs­grund­sätze.

Der Grossteil der Mitarbeitenden zieht auf dem Weg in die Arbeitswelt 4.0 bereits sehr gut mit. Viele sind bereit, sich immer wieder neuen Aufgaben zu stellen. Die Studie belegt aber auch, dass es noch bei 7 von 10 Angestellten an erfolgskritischem Wissen fehlt, wie dem zur Internationalisierung und Digitalisierung.

„Immer mehr Unternehmen arbeiten an ihrer Vision, Mission, Werten und ihren Führungs­grund­sätzen.“

Wer jetzt nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit

Derartige Wahrnehmungslücken sind brand­gefährlich! Wer die eigenen Fähigkeiten über­schätzt, wird von der Realität eingeholt und gezwungen, aus der Defensive heraus zu handeln. So bleibt Unter­nehmern und Führungs­kräften nur eines: Mit der Zeit zu gehen und jetzt tiefgreifende Veränderungen einzuleiten. Unsere Erfahrung zeigt: Die halbe Miete ist, die Veränderung systematisch und beharrlich voran­zutreiben.

*Quelle: Staufen Inova, 2017, 100 befragte Schweizer Unternehmen; Artikel auch erschienen auf it-markt.ch

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