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KMU-Erfolg steigern: Führungskräfte und der Irrglaube, agil zu sein

In unserer volatilen, unsicheren, komplexen und ambivalenten Welt gibt es auch für Ihr KMU nur mit echt agiler Führung reelle Zukunfts­chancen. Doch bilden Sie sich als Führungs­kraft nicht fälschlicher­weise ein, bereits agil zu sein. Wir zeigen die 3 Erfolgs­faktoren für mehr Agilität und damit signifikant grösseren Unternehmens­erfolg.

Seit etlichen Jahren geistert der Mythos agiler Führung umher. Alles müsse agil sein. Agilität verkam vielerorts zusehends zum Unwort – zu Recht, wie ich finde. Zu oft wurde Agilität als Feigen­blatt verwendet, um Altlasten und Miss­stände zu ver­decken. Aber ebenso wissen wir, wie wichtig Agilität in der Führung von KMU ist. Ohne proaktive, dynamische, flexible Führung haben sie keine reellen Zukunfts­chancen mehr. Und wir sehen klar, wie viel erfolg­reicher KMU sind, die eine effektiv agile Unternehmens­führung haben.

Unternehmer und Führungs­kräfte finden ihr KMU agiler als die Mitarbei­tenden

Unsere tägliche KMU-Praxis und breit abgestützte Studien* zeigen das weit verbreitete Problem: Unternehmen bilden sich ein, agil zu sein. Vieler­orts ist man (noch immer) weit weg, sein KMU proaktiv, dynamisch und flexibel zu führen. Meine Praxis­erfahrung in KMU zeigt, dass es 3 Erfolgs­faktoren sind, die KMU letztlich wirklich agiler machen:

1. Unternehmensleitbild und Strategie beharrlich kommunizieren und umsetzen

„Obschon recht viele KMU mit agilen Methoden arbeiten, sind die meisten noch nicht echt agil – weil keine entsprechend umfassende Unternehmens­strategie umgesetzt ist.“

Wenn die Agilität noch nicht in den Köpfen all Ihrer Mitarbei­tenden ver­ankert ist, die Unternehmens­kultur noch nicht dort ist, wo sie sein sollte. Dann ist es an der Zeit, das Leitbild und die Strategie zu entwickeln, fortlaufend zu kommuni­zieren und konsequent umzu­setzen:

2. Organisationsstrukturen systematisch weiter­ent­wickeln

„60 % der Mitarbeitenden wünschen sich flachere Hierarchien, mehr Verantwor­tung und stärker selbst­bestimmtes Arbeiten*.“

Immer wieder berichten uns Unternehmer und Geschäfts­führer im gleichen Atemzug von Agilität und radikaler Selbst­organisa­tion von Unternehmen – dem selbst­organisierten Paradies. Das aber gibt es so nicht! Wichtig und absolut erfolgs­kritisch ist, das optimale Mass an Demokra­ti­sierung systematisch auszu­loten und zu leben.

Denn „die“ perfekte Organisations­form gibt es nicht! Denn sie ist stets ein Kompromiss verschiedenster, teils auch einander wider­sprechender Anforde­rungen:

So entwickeln Sie Ihre Unternehmens­organisation systematisch und umfassend weiter. Genau auf den Kontext und den Zweck Ihres Unternehmens abgestimmt.

3. Führung und Unternehmens­kultur gezielt weiter­ent­wickeln

„70 % der Führungskräfte sagen, dass sie ihre Mitarbei­tenden aktiv motivieren, neue Ideen auszuprobieren, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Aber nur 16 % der Mitarbei­tenden erleben das auch so von ihren Vorge­setzten*.“

Change in Organisa­tionen muss immer zuerst in der Führung passieren. Denn Veränderung muss vorgelebt werden. Und Veränderung muss auch wirklich verstanden und auch tat­sächlich ange­nommen werden.

So gilt es zuerst, die Führungs­kultur systematisch weiter­zu­entwickeln. Denn die Unternehmens­kultur ist letzten Endes einfach ein Abbild der gelebten Führungs­kultur. Und eben: Unternehmen mit einer sehr guten Führungs­kultur haben letztlich signifikant grösseren Unternehmens­erfolg.

Wo stehen Sie und Ihr Führungs­team bezüglich agiler Führung Ihres Unternehmens und Ihrer Mitarbei­tenden? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Welchen Heraus­forderungen stehen Sie gegenüber?

*Quellen: Studien der Universität St. Gallen und Campana & Schott, 2019, 539 befragte Führungs­kräfte und Mitarbei­tende; Stepstone und Kienbaum, 2020, rund 10‘000 befragte Fach- und Führungs­kräfte; Prozent­zahlen gerundet; Artikel auch erschienen auf it-markt.ch, swissengineering.ch/de, swissengineering.ch/fr

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